Am 20.10.2024 hat die Gemeinde Großefehn einen besonderen Gottesdienst mit Apostel Schulz erlebt. Dem Gottesdienst lag das Wort aus Jakobus 4, 10 zu Grunde:
„Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“
Im Zentrum des Gottesdienstes stand die Demut. Gott appelliert an uns Menschen, uns zu demütigen. Erst dann können wir ihn in seiner Größe erkennen. Demut zu praktizieren ist jedoch nicht einfach. Jesus hat gesagt, nicht nur den 10. opfern, sondern auch nach der göttlichen Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, dem Glauben und der Demut streben. Demut meint nicht, gebückt mit der Bibel unter dem Arm durch den Ort zu laufen. Der Apostel erklärt, Demut spielt sich im Herzen ab, nicht außen. Demut ist eine Herzensangelegenheit. Den Demütigen wird Gott „erhöhen“, d.h. Gott wird ihn bei der Wiederkunft Christi in das ewige Leben hineinführen. Das ist das Ziel unseres Glaubens. Aber schon im Hier und Jetzt kann und will Gott den Demütigen „erhöhen“ - er tut dies, indem er ihm Frieden, Zuversicht und Trost bereitet. Wenn Gott uns erhöht, dann fühlen wir uns gut, es entsteht ein anderes Lebensgefühl. Dann empfinden wir Frieden und Glück.
Im weiteren Dienen geht der Apostel auf Demut in zwischenmenschlichen Beziehungen ein. Wie reden wir miteinander und übereinander? Der Andere soll wertgeschätzt werden, so wie Gott ihn gemacht hat. Praktische Demut ist auch, dem Anderen zu helfen, wenn derjenige Hilfe benötigt. Das zeigt: „Ich denke an dich!“ Vielleicht nur mit einem Anruf oder einer Postkarte. Mit Demut macht man sich nicht klein, sondern es ist eine innere Erkenntnis. Es ist der Weg, dass wir als Mensch Gott fühlen und erleben können.
Im Anschluss wurde Priester Gerd Peters noch einmal als aktiver Amtsträger an den Altar gerufen. Es gehört Mut dazu, auch mal im Gebet um Demut zu bitten, so der Vorsteher. Wenn in einer Gemeinde Demut vorhanden ist, schlägt das Herz der Gemeinde.
Nach dem Dienen des Hirten Dralle durfte eine Schwester aus der Gemeinde die Heilige Versiegelung erleben. Der Apostel ging auf diesen besonderen Moment ein. Nüchtern könnte man sagen, es ändert sich etwas am Status. Gemeint ist aber viel mehr: Gott wendet sich uns zu.
Ein ganz besonderer Moment war die Ruhesetzung unseres langjährigen Gemeindevorstehers und Priesters Gerd Peters in seinen wohlverdienten Ruhestand. "Apostelwort ist Gotteswort, unser Vorsteher hat sich nie höher erachtet", so der Apostel. "Unser Gerd war über die vielen Jahr nicht Chef der Gemeinde, sondern einer unter ihnen, stets in Demut und Glauben." Zunächst hat er der Gemeinde Wiesmoor, nach Zusammenlegung der Gemeinden Wiesmoor und Ostgroßefehn der neuen Gemeinde Großefehn als Vorsteher gedient. Insgesamt war er 42 Jahre im Amt. Großer Dank für 100%ige Verlässlichkeit, Zeit, Geduld und Liebe, auch an die liebe Frau des Vorstehers.
Der Apostel beauftragte mit Priester Thomas Jähnel einen neuen Vorsteher für die Gemeinde. "Gottes Werk ist keine Firma, kein Betrieb. Ein Vorsteher ist ein Begleiter in Gottes heiligem Werk. Als Wohlfühlgemeinde wollen wir es uns immer schön leicht machen", so der Apostel.
Für die Gemeinde wurde mit Schwester Insa Saathoff eine weitere Diakonin gesetzt.
Ein wunderbarer Gottesdienst mit Dankbarkeit und Demut!
Neuapostolische Kirche